KOS und die Telematikinfrastruktur: Unser Weg zu mehr Qualität und Effizienz

Die Telematikinfrastruktur eröffnet Reha- und Fachkliniken die Möglichkeit, ihre Versorgung effizienter, sicherer und zeitgemäß zu gestalten. Sie sorgt für einen reibungslosen Informationsfluss zwischen allen Beteiligten, unterstützt eine qualitativ hochwertige Behandlung und erleichtert die sektorenübergreifende Zusammenarbeit mit allen Akteuren des Gesundheitswesens im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung – von Ärzten über Krankenhäuser bis hin zu Kostenträgern. Damit bildet die TI einen zentralen Baustein für die digitale Zukunft der stationären Rehabilitation und der Fachmedizin.

Der Zugang ist ausschließlich registrierten Nutzern mit einem gültigen elektronischen Ausweis vorbehalten.

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Definition der Telematikinfrastruktur

Der Begriff „Telematik“ setzt sich aus den Wörtern Telekommunikation und Informatik zusammen. Er beschreibt die Vernetzung unterschiedlicher IT-Systeme sowie die Möglichkeit, Informationen aus verschiedenen Quellen miteinander zu verknüpfen.

Die Telematikinfrastruktur (TI) verbindet sämtliche Akteure des Gesundheitswesens im Bereich der Gesetzlichen Krankenversicherung. Sie ermöglicht einen sektoren- und systemübergreifenden sowie sicheren Austausch von medizinischen Daten. Dabei handelt es sich um ein geschlossenes Netzwerk, zu dem ausschließlich registrierte Nutzerinnen und Nutzer – also autorisierte Personen oder Institutionen – mithilfe eines elektronischen Ausweises Zugang erhalten.

Was sind die Voraussetzungen der Telematikinfrastruktur?

Damit der Anschluss an die TI gelingt, wird als Grundvoraussetzung eine stabile Internetverbindung benötigt. Die weiteren Systemkomponenten – Konnektor und Kartenterminal – müssen durch die gematik zugelassen und zertifiziert sein.
  • Konnektoren

    • Softwarekonnekor (TI-Gateway seit Juli 2023)
    • Wegfall physischer Konnektoren
    • Vermittlungsstelle zwischen lokalen IT-Systemen und der TI
    • Sicherheitsrouter zur Anbindung an die (TI)
    • Verschlüsselung & Authentifizierung von Datenverkehr
    • Signaturerstellungseinheit für elektronische Dokumente
  • Kartenterminal(s)

    • Lesegerät für die eGK
    • Authentifizierung von Patienten & Personal
    • Unterstützt HBA, SMC-B und eGK
    • Pflichtkomponente für TI-Anwendungen
  • VPN Zugangsdienst

    • Zugang zur TI
    • Sichere Datenübertragung verschl. Tunnel
    • Erforderlich für Konnektorenverbindung zur TI
    • Zertifiziert durch die gematik
  • Karten

    • Vor der Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI) benötigt der Kunde:

      • Einen elektronischen Heilberufsausweis (eHBA)

      • Einen Institutionsausweis (SMC-B)
        (beide müssen vom Kunden selbst beantragt und bestellt werden)

Wer übernimmt welche Aufgaben?

Vor der Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI) benötigt die Klinik einen elektronischen Heilberufsausweis (eHBA) sowie einen Institutionsausweis (SMC-B). Diese Ausweise müssen eigenständig beantragt und bestellt werden.

Zur Absicherung des Transportweges hochsensibler Daten sowie für den Zugriff auf die TI werden ein Konnektor und ein Kartenterminal benötigt. Diese Komponenten werden unter unserem Partner curenect® bereitgestellt.

Die vollständige Einrichtung der technischen Infrastruktur erfolgt ebenfalls durch curenect® – schnell, sicher und zuverlässig.

KIM Nachrichten versenden

KIM steht für „Kommunikation im Medizinwesen“. KIM-Nachrichten sind ein zentraler Bestandteil der Telematikinfrastruktur (TI) im Gesundheitswesen. Hier eine verständliche Übersicht:

  • Definition: KIM-Nachrichten sind digitale Nachrichten, die sicher zwischen Ärzten, Krankenhäusern, Apotheken, Krankenkassen und anderen Akteuren im Gesundheitswesen ausgetauscht werden.

  • Zweck: Sie dienen dem sicheren, verschlüsselten Austausch von medizinischen Informationen, z. B. Arztbriefe, Überweisungen, Befunde oder Medikationsinformationen.

  • Sicherheit: Die Nachrichten werden end-to-end verschlüsselt über die Telematikinfrastruktur übertragen. Nur autorisierte Empfänger können die Inhalte lesen.

Finanzierung

Die Finanzierung erfolgt auf Grundlage der DKG-Eignung. Erstattet werden sowohl die erforderliche Software und Hardware über einen Zeitraum von zwei Jahren als auch die Wartung für insgesamt fünf Jahre. Die Vergütung wird durch die Kostenträger – darunter GKV, DRV, PKV und weitere – übernommen und erfolgt in Form eines Zuschlags auf den Pflegetag.

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